Bargeld vs. Kartenzahlung: Die richtige Mischung für Ihr Unternehmen wählen
Sollten Sie ganz auf Bargeld verzichten? Beides akzeptieren? So denken Sie über Zahlungsmethoden, Transaktionsgebühren und die tatsächlichen Vorlieben Ihrer Kunden nach.
Key Takeaways
- Kartenzahlungen machen inzwischen über 80 % aller Einzelhandelstransaktionen im Vereinigten Königreich aus, Bargeld bleibt jedoch für bestimmte Kundengruppen wichtig.
- Kartengebühren liegen in der Regel zwischen 1,2 % und 2,5 % pro Transaktion — berücksichtigen Sie das in Ihrer Preisgestaltung.
- AskBiz POS erfasst Ihr Verhältnis von Bar- zu Kartenzahlungen, damit Sie datengestützte Entscheidungen zu Zahlungsmethoden treffen können.
Die Zahlungslandschaft im Vereinigten Königreich 2026
Das Vereinigte Königreich hat sich klar in Richtung Karten- und kontaktlose Zahlungen entwickelt. Laut Daten von UK Finance überholten Debitkarten Bargeld bereits 2017 als häufigste Zahlungsmethode, und der Abstand ist seither jedes Jahr größer geworden. Kontaktloses Bezahlen allein macht inzwischen den Großteil der Kartentransaktionen aus, wobei die Grenze pro Einzeltransaktion 2021 auf 100 £ angehoben wurde und seither breit genutzt wird. Mobile Wallets — Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay — haben eine weitere Ebene hinzugefügt und ermöglichen es Kunden, mit dem Smartphone oder der Uhr zu bezahlen. Für die meisten städtischen Einzelhändler ist es inzwischen realistisch, vollständig auf Bargeld zu verzichten. Allerdings verlassen sich etwa einer von zehn britischen Erwachsenen weiterhin überwiegend auf Bargeld, und dieser Anteil ist bei älteren Kunden, Menschen ohne Bankkonto und in bestimmten ländlichen Gebieten höher. Umfasst Ihr Kundenstamm solche Gruppen, bedeutet die Ablehnung von Bargeld, dass Sie Umsatz liegen lassen.
Kartengebühren verstehen
Jede Kartentransaktion kostet Sie Geld. An einer Kartenzahlung sind neben Ihnen und dem Kunden mindestens drei weitere Parteien beteiligt: das Kartennetzwerk (Visa, Mastercard), die kartenausgebende Bank (die Bank des Kunden) und die Akquisitionsbank oder der Zahlungsdienstleister (Ihr Anbieter). Jede Partei behält einen kleinen Anteil ein. Für ein typisches britisches Kleinunternehmen sollten Sie mit 1,2 % bis 2,5 % pro Transaktion rechnen, abhängig von Ihrem Anbieter, Ihrem Umsatzvolumen und der verwendeten Kartenart. Premium- und Firmenkarten haben höhere Interchange-Gebühren als Standard-Debitkarten. Manche Anbieter berechnen zusätzlich zum Prozentsatz eine feste Gebühr pro Transaktion. Bei geringen Transaktionswerten (unter 5 £) können Gebühren einen erheblichen Teil Ihrer Marge auffressen — weshalb manche kleinen Cafés bei kleinen Beträgen weiterhin Bargeld bevorzugen. AskBiz POS erfasst die Zahlungsmethode für jede Transaktion und lässt Sie so genau berechnen, wie viel Sie monatlich an Transaktionsgebühren zahlen.
Die Argumente für ein bargeldloses Geschäft
Bargeld verursacht versteckte Kosten, die viele Kleinunternehmer unterschätzen. Das Zählen der Kasse kostet zu Beginn und am Ende jeder Schicht Zeit. Fehler bei der Bargeldhandhabung führen zu Abweichungen, die sich nur schwer nachvollziehen lassen. Bankfahrten zur Bargeldeinzahlung kosten Zeit und bergen ein Sicherheitsrisiko. Auch für steuerliche Zwecke lässt sich Bargeld schwerer abgleichen — HMRC schaut bei bargeldintensiven Unternehmen genauer hin, gerade weil Bargeld schwerer nachzuverfolgen ist. Ein bargeldloses Geschäft beseitigt all diese Probleme. Ihre Kasse stimmt immer auf den Penny genau, weil jede Transaktion digital erfasst wird. Der Abgleich erfolgt automatisch. Das Diebstahlrisiko sinkt, weil es nichts Physisches zu stehlen gibt. Und Ihr Steuerberater hat für jeden Verkauf eine lückenlose digitale Spur. Der Kompromiss ist die Transaktionsgebühr bei jedem Verkauf, doch viele Unternehmen stellen fest, dass die Zeit- und Risikoeinsparungen die Kosten aufwiegen.
Die richtige Mischung für Ihr Unternehmen finden
Für die meisten britischen Kleinunternehmen ist es am besten, sowohl Bargeld als auch Karte zu akzeptieren, sich aber an dem zu orientieren, was Ihre Kunden bevorzugen. AskBiz POS liefert Ihnen die Daten für diese Entscheidung. Prüfen Sie nach einem Monat Handelstätigkeit die Aufschlüsselung der Zahlungsmethoden im Berichtsbereich. Sind 90 % Ihrer Verkäufe Kartenzahlungen, lohnt sich der Aufwand für die Bargeldhandhabung womöglich kaum noch. Sind 30 % Ihrer Verkäufe Barzahlungen — vielleicht weil Sie einen Markt bedienen, in dem viele Kunden Bargeld bevorzugen —, würde der Verzicht darauf bedeuten, fast ein Drittel Ihres Umsatzes zu verlieren. Manche Unternehmen wählen einen hybriden Ansatz: Sie akzeptieren beide Methoden, bieten aber einen kleinen Anreiz (etwa einen Treuestempel) für Kartenzahlungen und verschieben so das Verhalten allmählich, ohne Bargeldkunden zu vergraulen. Für welche Lösung Sie sich auch entscheiden — machen Sie Ihre Regelung mit Beschilderung an der Kasse deutlich, damit Kunden wissen, was sie erwartet, bevor sie an die Theke kommen.