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Was sind R&D Tax Credits?

R&D Tax Credits belohnen britische Unternehmen für Investitionen in Innovation. Eine der wertvollsten verfügbaren Steuervergünstigungen — und oft nicht beantragt.

Key Takeaways

  • R&D Tax Credits ermöglichen einen erhöhten Abzug qualifizierender F&E-Kosten und senken damit die Körperschaftsteuerlast
  • Verlustunternehmen können statt eines Steuerabzugs eine Barauszahlung von HMRC beantragen
  • Qualifizierende F&E ist breiter gefasst, als die meisten Gründer annehmen — Softwareentwicklung fällt häufig darunter
  • Anträge müssen innerhalb von 2 Jahren nach Ende des Abrechnungszeitraums gestellt werden

Was R&D Tax Credits sind

R&D Tax Credits sind ein Anreiz der britischen Regierung, der es Unternehmen mit Investitionen in qualifizierende Forschung und Entwicklung erlaubt, einen erhöhten Steuerabzug geltend zu machen — sie zahlen also effektiv weniger Körperschaftsteuer — oder, bei Verlustunternehmen, eine Barauszahlung von HMRC zu erhalten. Das Programm soll Innovation fördern, indem es deren Kosten nach Steuern senkt, und wird von berechtigten Unternehmen häufig nicht in Anspruch genommen.

Was als F&E zählt

HMRC definiert qualifizierende F&E als Arbeit, die einen Fortschritt in Wissenschaft oder Technologie durch die Lösung einer wissenschaftlichen oder technologischen Unsicherheit anstrebt — das heißt, zu Beginn ist nicht bekannt, ob und wie etwas erreicht werden kann. Software zu entwickeln, die die Lösung echter neuartiger technischer Probleme erfordert, qualifiziert häufig. Routinemäßige Softwareentwicklung, kosmetische Produktänderungen oder sozialwissenschaftliche Forschung qualifizieren nicht.

Die SME- und RDEC-Programme

Die SME R&D Relief gilt für Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern und entweder einem Umsatz unter 100 Millionen € oder einer Bilanzsumme unter 86 Millionen €. Ab April 2023 gewährt das Programm einen zusätzlichen Abzug von 86 % auf qualifizierende Kosten. Verlustbringende KMU können den Verlust gegen eine Barauszahlung von HMRC eintauschen. Der R&D Expenditure Credit (RDEC) gilt für große Unternehmen und gewährt eine 20 % Above-the-Line-Gutschrift auf qualifizierende Kosten.

Qualifizierende Kosten

Die wichtigsten qualifizierenden Kostenkategorien sind: Personalkosten (Gehälter, Arbeitgeber-NIC, Rentenbeiträge) von Mitarbeitern, die direkt in F&E eingebunden sind; Subunternehmerkosten (65 % der Zahlungen an qualifizierende Subunternehmer); Verbrauchsmaterialien einschließlich Materialien und Softwarelizenzen, die im F&E-Prozess verwendet werden. Führen Sie detaillierte Zeitaufzeichnungen der Mitarbeiter, die an qualifizierender F&E arbeiten — dies ist entscheidend, um den Antrag zu belegen.

Wie man den Antrag stellt

R&D Tax Credits werden über die jährliche Körperschaftsteuererklärung sowie einen begleitenden F&E-Bericht mit Beschreibung der qualifizierenden Projekte und Kosten beantragt. Anträge müssen innerhalb von 2 Jahren nach Ende des Abrechnungszeitraums eingereicht werden. HMRC hat die Prüfung von R&D-Anträgen deutlich verschärft — die Qualität und Genauigkeit der technischen Beschreibung im Antragsbericht gewinnt zunehmend an Bedeutung. Viele Unternehmen beauftragen R&D-Tax-Credit-Spezialisten auf Erfolgshonorarbasis.

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